Blog-Bang: Warum wir tun, was wir tun?

Der Blog-Bang zum Thema “Warum ich tue, was ich tue?” passt genau zum Thema meines Blogbeitrages “Wie aus einer Idee Realität wurde”, den ich gerade fertig gestellt habe. Markus Cerenak initiert seinen Blog-Bang also genau zum richtigen Zeitpunkt. Und ich kann die Einladung nur allerherzlichst annehmen. Mehr zum Blog-Band erfahren Sie in Markus Cerenaks Blogpost “Einladung zum Blog-Bang”.

Da ich somit meinen Beitrag zu meinem ganz persönlichen WARUM schon geschrieben habe, möchte ich mich an dieser Stelle der Frage widmen, warum wir generell tun, was wir tun und warum diese Frage nach dem “WARUM?” für uns so wichtig ist.

Warum wir tun, was wir tun?

Die Frage nach dem Sinn im Leben und der Grundlage unserer Handlungen interessiert die Menschheit schon immer. Eine Antwort hierauf wird voraussichtlich noch für eine Weile ausstehen, da es leider in der Philosophie meistens so ist, dass jede Antwort wieder neue Fragen aufwirft. Da dies jedoch wenig hilfreich ist und ich mir für diese Erkenntnis auch den Blogbeitrag hätte sparen können, möchte ich die Frage gerne umformulieren:

Was ist meine Leidenschaft? Was treibt mich an?

ist die eindeutig hilfreichere Fragestellung. Denn auch wenn wir den ultimativen Lebenssinn vielleicht nie ganz erfassen und benennen können, so ist es doch sehr hilfreich wenn Sie sich über Ihre persönlichen Leidenschaften und Antriebe klar werden.

Grundsätzlich leben die meisten Menschen überwiegend fremdgesteuert in den Tag hinein und handeln aus folgenden Motiven:

Gewohnheit: “Das mache ich jeden Morgen”, “das tut man doch so”, sind die üblichen Begründungen. Ich behaupte jedoch, dass viele Handlungen meistens automatisiert und unreflektiert geschehen.

Fremdbestimmung: Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele, wie “Der Chef, die Firma, die Lebenspartnerin, die Eltern oder die Gesellschaft erwarten, dass ich das so mache oder mich so verhalte”.

Wir tun demzufolge die meisten Dinge nicht bewusst oder selbst bestimmt, sondern vielmehr aus Gewohnheit oder aus einer Erwartungshaltung heraus. Grundsätzlich bringt das auch viel Gutes mit sich. Zunächst einmal ist das viel einfacher. Wir sparen viel Zeit, die wir in Reflektion und Entscheidungsfindungen investieren müssten. Wir laufen weniger Gefahr anzuecken und das Wohlwollen unseres Umfeldes zu gefährden. Einfach zusammengefasst:

Einfaches kopieren ist effektiv.

Was wäre daran also auszusetzen und warum machen wir uns dann überhaupt die Mühe uns mit Beweggründen zu befassen und individuelle Lösungen zu suchen. Dafür gibt es sicherlich viele Gründe. Die wichtigsten sind:

Es ist wichtig für uns ein Leben und Entscheidungen zu entwickeln, dass zu uns passt. Wir sind oft gar nicht so glücklich, effektiv und erfolgreich mit reinen Kopien von fremden Biografien und “Patentlösungen”. Warum ist das so? Ganz einfach, diese sind von anderen erdacht worden und stammen aus deren Bedürfnissen und Lebenseinstellungen. Diese sind aber nicht immer auf uns eins zu eins übertragbar. Wir müssen also Lösungen und Lebensweisen erarbeiten, die unseren Vorstellungen und Werten entsprechen. Ein ergründen des WARUM ist hier unbedingt erforderlich.

Ein weiterer wichtiger Grund ist unser Bedürfnis der Selbstverwirklichung. Dinge zu erschaffen, die möglichst unverkennbar von uns kommen und zu uns passen. Dies erreichen wir jedoch auch nur, dann wenn wir uns zuvor ergründet haben.

Darüber hinaus gab es in der Geschichte der Menschheit schon immer das Bedürfnis nach dem NEUEN – also etwas das es vorher noch nie gab. Daher gab es schon immer Menschen die sich intensiv der Entwicklung neuer Erfindungen und Lösungen gewidmet haben. Genauso gab es auch immer Menschen, die sich nach neuen Lebensweisen, Philosophien und Produkten gesehnt haben. Daher ist es nicht nur für uns wichtig neues und individuelles zu kreieren, sondern gleichzeitig befriedigen wir oftmals auch Bedürfnisse anderer Menschen.

Sicherlich können wir das Thema noch viel detaillierter behandeln und viele Aspekte herausarbeiten, doch hiermit schließt sich für diesmal der Kreis mit der Feststellung, dass die Frage nach dem WARUM ein wichtiges Anliegen der Menschheit ist. Wir haben verstanden warum die Auseinandersetzung so wichtig ist und das wir mit jeder Antwort und jedem Lösungsansatz nicht nur uns und unserem Leben gutes tun, sondern gar nicht selten auch vielen anderen Menschen .

Wie geht es weiter?

Im nächsten Beitrag werde ich genauer auf Möglichkeiten seinem persönlichen WARUM auf die Schliche zu kommen. Also seinen Sie gespannt.
Bis dahin möchte ich sie herzlich einladen einmal genauer in Ihrem Alltag zu beobachten, WARUM Sie WAS tun und das Ihrem Handeln zugrunde liegen könnte. Wir greifen das im nächsten Beitrag wieder auf. Wenn Sie das nicht schon tun, dann legen Sie sich ein Notizbuch (egal ob digital oder klassisch aus Papier) und notieren Sie regelmäßig Ihre Beobachtung.

Ich wünsche viel Freude dabei, dass Sie sich nun etwas genauer beobachten und kennen lernen.

Ihr Jan-Marco Gessinger